Aktuelles

Unsere Alltagsgestaltung ist zurzeit durch die behördlich verordneten Massnahmen geprägt und die Pflege von Kontakten wird stark gehemmt. Doch gerade in diesen Zeiten ist es sehr wichtig, in Verbindung zu bleiben – mit den Mitmenschen, sich selbst und einem grösseren Ganzen. Die Angebote der Blauen Runde laden ein, sich in kleinen Gruppen regelkonform zu treffen und lebensdienliche Formen der Verbindung zu praktizieren.
Zurzeit laufen zwei Lesezirkel zu zwei Büchern, der SixStepCircle, der Waldgang und ein Mittwinterritual. Der Einstieg ist überall jederzeit möglich. Ich freue mich auf Dein Interesse!

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Mittwinterritual – ABGESAGT

Mitten im Sinken in die Winterzeit, in die Stille, ins Nichts, ist die Sehnsucht nach Licht unendlich gross. In dieser Dunkelzeit, in der wir wohl am liebsten einfach nur Sein möchten, lassen wir uns ganz los und erfahren die Dunkelheit als Raum von kaum erahnter Tiefe und Fülle. Frieden entsteht – mit mir, mit dem Du und mit der Welt.
Wir laden ein, dich in die Dunkelheit führen zu lassen, der Stille Raum zu geben und den Tod so wie das Leben zu feiern – wir sterben einen kleinen rituellen Tod.

Gerne nehmen wir deine Anmeldung möglichst frühzeitig entgegen und senden dir danach nähere Angaben. Die Platzzahl ist beschränkt. Bei Fragen und Unsicherheiten melde Dich bei uns.

Dieses Ritual findet in Zusammenarbeit mit Diego Miglioretto statt. Er ist Ritualgestalter, Visionssuchenleiter, Gestalter von Jahreszeitenfesten, naturgemässer Begleiter.

Zeit: 15 Uhr bis 21 Uhr
Kosten: CHF 60.- bis CHF 100.- nach Selbsteinschätzung

Samstag, 19. DezemberIm Blauen Zimmer und im ortsnahen Wald

ALTERNATIVE zum Mittwinterritual: Individueller Naturgang
Die aktuellen Bestimmungen des Bundesrates veranlassen uns, das geplante Mittwinterritual vom Samstag, 19. Dezember abzusagen. Sie haben uns aber nicht davon abgehalten, zu zweit in den Wald zu gehen und in die individuelle und kollektive Befindlichkeit während dieser Tage hinein zu spüren. Dabei ist eine kleine Geschichte und ein Vorschlag für einen individuellen Naturgang entstanden.
Andrea:Mitten in den schneebedeckten Bäumen zeigt sich mir das Thema der Sehnsucht, welches ich in meinen Alltag stimmig einbetten kann. Gerne möchte ich von dieser Stimmigkeit erzählen. Sie hat mir ein Lächeln auf die Lippen und einen Freudensprung ins Herz gezaubert.
«Wie jedes Jahr spitzt sich auch in diesem Advent der Druck zu, Besorgungen zu machen und Treffen zu planen. Zu dieser vorweihnachtlichen und jahresabschliessenden Umtriebigkeit gesellt sich meine tägliche Aufgabe, die Liebsten und das Heim verantwortungsvoll zu umsorgen. Um damit mehr oder weniger erfolgreich jonglieren zu können, steht mir mein Verstand hilfreich zur Seite und erstellt Pläne und Ziele, logische Strukturen und motivierende Strategien. Wie dankbar bin ich meinem Verstand und meinem Körper! Dank ihnen kann ich erwartungsgemäß funktionieren und dabei mich und andere zufrieden stellen – auch wenn ich eigentlich müde bin. Ja, müde bin ich manchmal, richtig erschöpft. Und ich habe es satt im Alltag mit all den banalen Verrichtungen zu funktionieren. Richtig wütend und traurig kann mich in solchen Momenten der Abwasch machen. Da hadere ich mit meinem Tun und Sein und die ganze Dankbarkeit ist im Nu verflogen. Umso überraschender ist für mich das vergnügte Pfeifen beim abendlichen Kochen vor ein paar Tagen gewesen. Was ist geschehen? Woher kommt diese Zufriedenheit mitten im Stress? Könnte der Besuch bei der Masseurin und das selbstbestimmte Herumstreunen in der Stadt am selbigen Morgen etwas damit zu tun haben? Ich denke ja. Mitten im Rummel habe ich mir Zeit genommen für einen weiteren Aspekt in mir: Ziel- und Planlosigkeit, Struktur- und Strategielosigkeit. Ich habe keine Erwartungen erfüllt und habe den Hut des Funktionierens für ein paar Stunden abgelegt, habe mich hingelegt und empfangen, habe mich treiben lassen und entdeckt. Wow, welch ein erfüllender Effekt! Richtig genährt bin ich nach Hause gekommen und habe mich gern und geduldig den anstehenden Aufgaben gestellt. Dieser Erfahrung folgen meine Gedanken beim Waldgang. Vielleicht ist die Sättigung ein Zeichen: Ich habe nun genug funktioniert und geleistet, habe lange genug mit dem Verstand geplant und gesteuert – jetzt ist es Zeit loszulassen und abzulegen, der Intuition zu lauschen und ohne Absicht zu empfangen. Gestehe ich mir zu, meiner Sehnsucht Gehör zu schenken und einem vernachlässigten Teil in mir Raum zu geben, kann ich mein Herz und meine Seele nähren und dem Funktionieren dankbar bleiben, bevor der Frust kommt. Heja, welch eine Erkenntnis, welch ein Geschenk – und dies pünktlich zu Weihnachten ☺»

Diego:
Im Folgenden beschreibe ich einen Naturgang, den du individuell oder gemeinsam startend, für dich durchführen kannst:
«Bilde aus Naturmaterialien eine Schwelle mit den Händen. Mit dem übertreten lässt du die Alltagswelt hinter dir und trittst in den Raum ein, in dem alles belebt ist. Pflanzen, Steine, die Luft und die Dunkelheit. Streune absichtslos umher. Meide Menschen und Wege. Verweile an einem Ort und lass deine tiefste Sehnsucht auftauchen. Was ist es? Nach einer Weile gibst du dieser Sehnsucht mit Naturmaterialien einen Ausdruck. Gib ihr einen Platz –  ausserhalb und innerhalb. Dies ist dein Letztes was es zu tun gibt. Du legst dich irgendwo hin zum sterben. Sei eine Weile da. Es gibt nichts zu tun, nichts zu wollen und nichts zu denken. Es ist, wie es ist. Irgendwann stehst du wieder auf und bist zum Leben erweckt. Du gehst ein paar Schritte, hältst inne, schliesst die Augen, greifst unter deine Füsse und nimmst den ersten Gegenstand, den du spürst, in die Hand. Erspüre seine Zartheit und erahne, was daraus werden könnte. Komm wieder über die Schwelle zurück. Löse sie auf und kehre zu den Menschen zurück.»
Wenn du das Bedürfnis hast, deinen Naturgang zu teilen, kannst du uns gerne bald nachher kontaktieren.

Herzliche Grüsse
Andrea und Diego


Waldgang

An ausgewählten Sonntagen gehe ich in den Sissacher Wald. Gerüstet mit gutem Schuhwerk und wetterfester Kleidung begebe ich mich gemeinsam mit max. 8 Teilnehmenden in die Natur vor der Haustür. Kinder und Hunde lassen wir zu Hause, aber einen Ablaufplan nehmen wir mit. Um 9.15 Uhr laufen wir los und gelangen nach knapp 2 Stunden wieder zum Sissacher Dorfkern. Unterwegs üben wir uns in Stille, Achtsamkeit und Austausch und dehnen unsere Wahrnehmung spielerisch nach innen und aussen aus. Inspiriert durch die Natur und die Gruppe öffnet jeder Mensch für sich den Raum für Verbindungen – zur Natur, zum Selbst, zum Gegenüber. Hast Du Lust, mitzukommen? Ich freue mich auf Deine Anmeldung und nehme gerne einen selbstgewählten Kostenbeitrag entgegen.

Sonntag, 22. NovemberTreffpunkt 9.15 Uhr Busstation Sissacher Fluh


Lesezirkel Naturmystik

Ursula und David Seghezzi: Vom Zauber der Naturmystik und der Dringlichkeit, dem Leben zu dienen, 2017
https://umainstitut.net/publikationen

DatumThema
17. September,
19.30 Uhr
Der Ruf nach Wandlung.
Die Natur als geistiger Bezugsrahmen mit zyklischen
und wertfreien Grundprinzipien.
Der Lebenskompass als Rad der Transformation.
24. November,
19.30 Uhr
Das Rad der Lebensphasen
(Kinder, Erwachsene, Älteste, Ahnenwelt).
Das Rad der Balance (körperlich, emotional, mental, spirituell)

„Mystik ist immer ein Ablassen von der Dominanz des Ich-Willens zugunsten einer Seelenverbundenheit. Und Natur bedeutet, dass wir Seelenverbundenheit und Seelenreichtum nur in einer seelen- und artenreichen Natur finden. Naturmystik stellt also unsere gewohnten Weltkonzepte, unser gewohntes Selbstbild und unsere gewohnte Lebensweise der Naturentfremdung und Naturzerstörung in Frage.“ S. 14


Lesezirkel Wahre Liebe

Clinton Callahan: Wahre Liebe im Alltag. Das Erschaffen authentischer Beziehungen, 2015
https://de.possibilitymanagement.org/studyingit/book

DatenThema
8. September, 20 UhrDie gewöhnliche Liebe und Kommunikation.
Das niedere Drama (Opfer, Täter, Retter)
15. Oktober, 20 UhrDer Verstand und seine Box.
Der Körper und die Landkarte der vier Gefühle.
5. November, 19.30 UhrDie aussergewöhnliche Beziehung
Verantwortung als Tanz mit universalen Gesetzen
Übung zu Klarheit über Gefühle
8. Dezember, 19.30 UhrAuthentizität, Aufmerksamkeit, Glaubenssätze
Was wir von Samurai und Piraten lernen können
Kernbotschaft und Vollendungsschleife

„Die moderne Kultur bringt uns nicht bei, zwischen einer gewöhnlichen, einer aussergewöhnlichen und einer archetypischen Beziehung zu unterscheiden. Daher besitzt du nur wenig Klarheit, um die Qualität der Beziehung, die du erzeugst, bewusst zu bestimmen. (…) Die moderne Kultur bringt dir nicht bei, wie du ihre eigenen Beschränkungen überschreitest. (…) Dieses Buch befasst sich mit dem Bauen neuer Modelle für Beziehung.“ S. 15-16




SixStepCircle

Der Zirkel ist offen für Interessierte und trifft sich an folgenden Daten:

Montag, 12. Oktober
Montag, 2. November
Montag, 7. Dezember

Maximal 4 Teilnehmende. Anmeldungen telefonisch an Martina oder mich siehe www.sixstepcircle.ch

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